Anleitungen für Kinder zum Zeichnen

Auf der Homepage der Kleinen Autoren wurden nun die ersten Anleitung zum Zeichnen für Kinder eingestellt. Die erste Anleitung beschäftigt sich mit dem Zeichnen eines Anglerfisches. Als zweites folgte passend zu Weihnachten das zeichnen eines Weihnachtsmannes, der gleichzeitig ein Grußschild in den Händen hält.

Bei den Anleitungen geht es darum, dass den Kindern gezeigt wird, wie sie interessante Motive schnell und einfach zu Papier bringen können. Dabei wird in den Beschreibungen großen Wert darauf gelegt, dass die Kinder immer kreativ nach ihren Vorstellungen zeichnen können. Die Anleitungen sind dabei so aufgebaut, dass die Kinder mit wenigen Schritten tolle Ergebnisse erzielen können. Die Beschreibungen sind einfach geschrieben und auch für Kinder verständlich.

Die Idee zu den Zeichenanleitungen entstand, als die Kinder der Schul-Arbeitsgemeinschaft eigene Geschichten illustriert haben. Der Autor und Illustrator Stan Zuch zeichnete in wenigen einfachen Schritten die jeweiligen Motive an der Tafel. Die Kinder konnten dem folgen und erzielten ansehnliche Ergebnisse. Warum nicht die Anleitungen einfach auf der Homepage zum Projekt veröffentlichen, dachten sich die Verantwortlichen.

Nun ist man bestrebt, jeden Monat 2 – 3 Anleitungen bereitzustellen. Die dadurch entstandenen Zeichnungen können übrigens für das Projekt „Kleine Autoren“ eingesendet werden und nehmen dann automatisch an der monatlichen Verlosung des Zeichenwettbewerbs teil.

Maragok – Die Elfenrettung

In Zeiten, da der Weihnachtsmann bereits aus den meisten Herzen ausgeschlossen war und statt dessen der Markenkonsum Weihnachten beherrschte, kamen einige Weihnachtselfen auf die Idee, die alte Ordnung wider herstellen zu wollen. Gerade die Kinder, die eigentlich das Lebenselixier für den Weihnachtsmann darstellten, glaubten immer früher nicht an den Weihnachtsmann.
Der Glaube an den Weihnachtsmann sichert den Weihnachtselfen das Dasein. Immer wenn ein Kind den wirklichen Glauben an den Weihnachtsmann verliert, wird der Weihnachtself, der für dieses Kind zuständig ist, zu einer Figur aus Porzellan. Das ist der Fluch der Weihnachtselfen.
Die Lebenserwartung der Weihnachtselfen sank mit den Jahren immer mehr. Tausende erstarrte Elfen standen im Reich des Weihnachtsmannes herum. Jedes Mal, wenn der Weihnachtsmann durch sein Reich ging, weinte er bitterlich, da er fühlte, dass auch sein Ende bald kommen würde, denn gibt es keine Weihnachtselfen mehr, dann gibt es auch keine Weihnachten und somit auch keinen Weihnachtsmann mehr.
Ihr müsst nämlich wissen, dass Weihnachtselfen genauso Eltern sind wie wir Menschen. Auch Elfen können erst im Erwachsenenalter Kinder bekommen, die dann die Arbeit für den Weihnachtsmann fortführen.
Die Elfen bekamen natürlich auch das schwere Los des Weihnachtsmannes mit und wollten die Tatsache, dass es sie bald nicht mehr geben würde, so nicht hinnehmen.

Der Elfenrat

Am 09.11.2009 beriefen die Elfen deshalb eine große Elfenversammlung ein. Sie wollten beraten, was sie machen konnten, damit wieder mehr Menschen an sie glauben würden. Es entbrannte eine heiße Diskussion darum, was man machen musste, um Weihnachten wieder zum Fest der Liebe und nicht zum Fest des Konsums verkommen zu lassen.
Bei einigen Elfen klang die Meinung durch, dass eine dunkle Figur die Menschen dazu brachte, nicht mehr an Weihnachten zu glauben. Eigentlich glaubte niemand daran, aber fast alle stellten sich die Frage, wie es möglich sein konnte, dass gerade in den letzten Jahren die Zahl der Kinder, die nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubten, so rasant anstieg. Sollte es tatsächlich ein Monster geben, das den Menschen den Glauben und die Freude raubt.
Der Rat der Elfen, der aus den ältesten und weisesten Elfen bestand, war auch uneins darüber, was zu tun ist um das Weihnachtsmannreich und die Elfen zu retten. Gwindow, der Ratsleiter ergriff das Wort. „Ruhe, seid ruhig! Im Streit werden wir keine Lösung finden und das Dunkle wird weiterhin schnell Macht über die Menschen ergreifen. Wir müssen endlich etwas unternehmen.“ Das Streiten und der Krawall verstarben, denn keiner wagte es, sich über Gwindow hinweg zu setzen. Der Krach war zwar vorüber, aber ein Tuscheln war weiterhin zu vernehmen.
Sarafine, die weise Elfenhexe ergriff das Wort und sagte nun, was viele dachten, aber niemand auszusprechen wagte. „Gwindow, wir müssen eine kleine Gruppe der tapfersten Elfen aussenden, um den Gerüchten um die dunkle Macht nachzugehen. Es hat Gründe, weshalb die Menschen den Glauben an alles verloren.“ Ich schlage daher vor, eine Gruppe von 6 Streitern auszusenden, welche die Lage auf der Menschenseite erkunden sollen. Diese Gruppe soll aus 2 Kampfelfen, mutig und kampferfahren, 2 Zauberelfen und 2 Wunschelfen bestehen.“
Ein Raunen ging durch die Reihen der zahlreich erschienenen Elfen. Man merkte aber sofort, dass die meisten Elfen der Meinung von Sarafine zustimmten.
Gnowie, der Vorsteher der Kampfelfen stand mit seiner tollen Rüstung auf und sagte: „“ Sarafine, ich gebe Dir recht. Ich schlage hiermit Frisus und Magor als Gesandte der Kampfkaste vor.“
„Ich schlage Schlorse und Magigor als Zauberelfen vor.“ sagte Soxus, Vorsteher der Zauberelfen. Gwindow ergriff nun wieder das Wort. „ Also gut, so sei es. Wir werden 6 Elfen entsenden. Aber die Gruppe wird aus 7 Streitern bestehen.“
Wieder ging ein Raunen durch die Reihen.
„Außerdem,“so fuhr Gwindow fort „müssen wir noch die beiden Wunschelfen festlegen, die ebenfalls der Gruppe angehören sollen. Anagano ist wie ihr sicherlich alle wisst, bereits sehr schwach, weshalb er der Sitzung fern bleibt. Also, falls hier 2 Wunschelfen sind, die sich der Gruppe anschließen möchten, so mögen diese nun vortreten.“
Alle Elfen sahen sich um, ob sich einer ihrer Nachbarn dazu entschließen würde, aber wie alle wussten, waren die Wunschelfen besonders ängstlich und scheinbar gab es keine, die genug Mut aufbrachte, mit in die fremde und bedrohliche Welt der Menschen zu gehen.
Als kaum noch einer damit rechnete, dass eine Wunschelfe vortreten würde, erklang ein Ruf aus den Massen.
„Wir werden mitziehen!“ Zwei wunderbar anzusehende, weibliche Wunschelfen traten hervor. „Wir werden mit unserer Kraft der Gruppe zur Seite stehen und gemeinsam mit den anderen den Gefahren der fremden Welt entgegentreten.“
Bei den beiden Wunschelfen handelte es sich um die beiden Zwillingsschwestern Suske und Neske. Beide waren vor allem für ihre Gabe bekannt, zuhören zu können.
„Gut“ sagte Gwindow „dann haben wir unsere Gruppe ja fast zusammen. Wir brauchen jedoch noch einen Führer, der sich im Reich der Menschen besonders gut auskennt. Der Auserwählte muss über zahlreiche Fertigkeiten verfügen, die unsere Gruppe Mutiger sicher führen wird. Neben dem Lesen von Spuren muss er sich auch mit Waffen und technischen Dingen der Menschenwelt auskennen.“
Sarafine ergriff nun nochmals das Wort, denn sie kannte niemanden, der diese Fertigkeiten bei den Elfen besaß. „An wen denkst Du Gwindow?“ fragte sie deshalb etwas erbost.
Gwindow nahm eine Glocke in die Hand und schlug sie hart an. Die Glocke erfüllte den Raum mit einem merkwürdig hohen Klingelton. Viele Elfen hielten sich die Ohren zu, da ihr feines Gehör solche schrillen Laute nicht lange vertrug.
Einige Zeit passierte nichts. Plötzlich begann die Luft vor Gwindow zu flimmern. Es sah fast so aus, als ob sich ein Loch in die Luft bohrte. Vielen Elfen stand die Angst ins Gesicht geschrieben. Alle fragten sich, wer da in den Dienst der Elfen treten sollte. Die meisten fragten sich nicht, wer da aus dem Loch kommen würde, sondern was.
Gwindow streckte seine Hand in das Loch und zog sie langsam wieder aus dem Loch heraus. Alle sahen, dass er etwas in der Hand hielt.
Gwindow warf das, was er aus dem Loch geholt hatte auf die Erde. Zuerst war nichts außer einem kleinen Knäuel Fell zu sehen. Plötzlich jedoch schien das Bündel schnell zu wachsen. Es nahm langsam Form an. Zuerst war ein Kopf zu erkennen. Am Kopf erschienen lange, schmale Ohren. Die Augenbrauen zogen sich über die ganze Stirn und reichten bis zu den Ohren. Die Nase war klein und niedlich. Der Mund hatte eine eigenwillig spitze Form und schien etwas hervor zustehen. Am merkwürdigsten sahen jedoch die Augen des Geschöpfes aus. Die Augen von Elfen sehen denen von Menschen sehr ähnlich. Nur das die Pupille nicht rund sondern oval ist. Die Augen des Geschöpfes jedoch waren überdimensional groß. Sie waren weiß und nur im inneren konnte man erahnen, dass da etwas ähnliches wie eine Pupille ist.
Der Körper war etwas größer als der von den Kampfelfen. Er wirkte etwas geduckt, aber muskulös. Merkwürdig war auch, dass die Haare nicht am Halsansatz endeten, sondern sich bis auf den Rücken herunter zogen.
An den Beinen trug das Geschöpf merkwürdige Schuhe. Sie waren scheinbar etwas zu groß. Die Arme waren sehr kräftig ausgebildet und endeten in Hände, dessen Finger mit scharfen Krallen bewaffnet waren.
Angst beschlich die meisten Elfen. Das Aussehen des Geschöpfes reichte schon, um allen Elfen einen Schauer über den Rücken zu jagen. Die Dinge, die die Kreatur mit sich führte, waren dann jedoch noch merkwürdiger.
Die Kreatur trug an beiden Armen so etwas wie Armstulpen. In diesen steckten je 2 Messer. Seine Brust und sein Rücken waren von einem Schild aus Hautknochen bedeckt. Um die Hüfte war ein Gürtel zu sehen, in dem eine sichelförmige Waffe und ein anderes Gerät steckte, dessen Zweck man nicht einmal erahnen konnte.
Gwindow reichte der Kreatur seine Hand wie zum Gruß. Alle Elfen wunderten sich, woher Gwindow so merkwürdige Kreaturen kannte.
„Das ist Jaroh, ein ausgestorben geglaubter Maragok.“ Der Maragok erwiderte den Handschlag und zeigte sich den Elfen nun in seiner vollen Pracht.
„Die Maragok sind nicht ausgestorben, sondern haben weiterhin in unterschiedlichen Welten gelebt, um Gefahren aufzuspüren und abzuwehren. Die übrig gebliebenen warten auf ihren Einsatz und können nur von Führern der Elfen gerufen werden. Jaroh ist mit zahlreichen Fähigkeiten ausgestattet, die uns völlig fremd sind. Niemand muss vor ihm angst haben. Er weiß, wie man Feinde aufspürt, ohne gesehen zu werden und er weiß auch, wie diese Feinde besiegt werden können. Es ist an der Zeit, dass Jaroh seine Aufgabe wahr nimmt und uns von unserem Fluch erlöst.“

Happy Halloween

Ida und Bastian freuten sich schon seit Wochen auf Halloween. Endlich kam der Moment, an denen sie verkleidet durch den Ort ziehen konnten und „Süßes, sonst gibt’s Saures!“ Ausrufen konnten. Für Maren und Fred war es auch eine spannende Zeit, denn sie freuten sich ebenfalls darauf, ihre Kinder mit Freunden ausgelassen im Dunkeln durchs Dorf ziehen zu lassen.
Maren war eher für die Vorbereitung der Geschenke für andere Kinder zuständig. Außerdem musste sie sich darum kümmern, dass Ida und Bastian auch möglichst gruselig aussahen. Also war es ihre Aufgabe, die Kinder entsprechend zu schminken und auch die gruseligen Kostüme zu entwerfen.

Happy Halloween

Happy Halloween

Schon Wochen vorher war es daher spannend, als was sich Ida und Bastian verkleiden wollten. Idas Wahl viel auf eine hübsche, blutsaugende Vampirin, der es nach Blut dürstete. Bastian mit seinen 4 Jahren war da eher konservativ. Er wollte ein Gespenst sein. Das Kostüm für Bastian war daher sehr schnell zusammen gestellt. Erst musste ein Bettlaken herhalten, welches in der Mitte ein Loch verpasst bekam, wo dann der Gespensterkopf rausgucken sollte. Dann war Fred an der Reihe, denn er war der bessere Zeichner. Er verzierte das Laken nun mit schaurigen Kürbissen und ekligen Spinnen, Fledermäusen und Fröschen, die er mit Textilfarbe auf das Gespenstergewand malte. Als er fertig war, bewunderten wir es alle und Bastian war richtig stolz darauf, ein so tolles Kostüm tragen zu können.

Ida war da anspruchsvoller, da sie mit ihren 9 Jahren schon als feine Lady ausgehen wollte. Ihr war es wichtig, in dunkles Schwarz gekleidet zu sein. Natürlich modisch und elegant, also ging es ins Einkaufscenter, was so kurz vor Halloween zahlreiche Kostüme für Kinder im Angebot hatte. Ida hatte aber eine feste Vorstellung und wollte nicht eines der hier angebotenen Kostüme tragen, da es ja passieren konnte, dass eine ihrer Freundinnen ebenfalls das gleiche Kostüm tragen konnte, was natürlich viel zu peinlich war.

Also entschloss sich Maren, eine schwarze Bluse mit Rüschen zu kaufen. Dazu eine schwarze Strumpfhose und einen kurzen schwarzen Rock. Natürlich durften auch entsprechende Accessoires nicht fehlen. Maren kaufte also noch einen Gürtel mit einer tollen Schnalle, die eine Spinne zierte. Neue Ohrringe mussten es natürlich auch noch sein. Kreolen, möglichst groß und auffallend. Zu guter Letzt fand sich auch noch eine ansprechende Kette, die ein magischer Stein schmückte. Das tragen alle großen Vampire, erläuterte Ida, was so viel heißen sollte, wie Mama, das ist in.
Zu Hause angekommen, schlüpfte Ida gleich in ihr neues Outfit. Maren musste zugeben, dass Ida darin wirklich toll aussah. Irgendwie wie eine kleine Lady, oh Vampirin.

Dann kam endlich Halloween. Die Kinder waren bereits morgens außer Rand und Band. Bastian rannte durch die Wohnung und versuchte jeden zu erschrecken. Natürlich trug er sein Gespensterkostüm. Wir spielten das Spiel gerne mit. Nur Ida fühlte sich scheinbar in ihrer Umkleidephase etwas gestört.
Der Abend kam und mit ihm die zur Tradition gewordene Halloween-Geschichte von Fred. Fred verstand es wie kein anderer, Kindergeschichten aus dem Hut zu zaubern. Ihm fielen immer tolle Storys ein, die von den Kindern geliebt wurden. Zu Halloween musste es natürlich eine Spukgeschichte sein.

Die drei verkrochen sich dazu im Kinderzimmer, welches natürlich dunkel sein musste. Nur ein paar Kerzen waren im Zimmer und verliehen diesem den gruseligen Touch. Die Geschichte drehte sich darum, wie Kinder zu Halloween durch einen Ort zogen und viel Süßes geschenkt bekamen. Dann hatte sich jedoch ein echter, aber liebenswerter Geist unter die Kinder gemischt, weil er auch einmal Halloween erleben wollte. Die Kinder freundeten sich mit dem Geist an und der machte im Dorf gemeinsam mit den Kindern so manchen derben Spaß. Maren bereitete in der Zeit die kleine Schatztruhe vor, aus der sich alle kleinen Gespenster, die an der Tür klingelten und nach Süßen verlangten, einige Süßigkeiten nehmen durften. Sie hörte die Kinder und Fred ausgelassen lachen und wusste, dass seine Geschichte mal wieder eines der Highlights von Halloween war.

Maren bereitete nun noch die Kinderschminke vor, denn neben den Kostümen war das Schminken der Kinder am wichtigsten. Bastian wollte natürlich wie ein echtes Gespenst aussehen und Ida wollte auch bleich wie ein Vampir wirken.
Als die beiden in die Küche kamen, ging es dann auch sofort los. Bastian und Ida stritten sich zuerst, wer als erste dran sein sollte. Ida merkte man in diesem Moment wieder ihre größere Reife an, denn sie überließ Bastian den Vortritt.
Bastian wurde weiß geschminkt und die Lippen sowie die Augen wurden in tiefes Schwarz gehüllt. Er sah schon ein wenig gruselig aus. Als Maren mit Bastian fertig war, ging dieser auch sofort in ein gespenstiges Heulen über.
Maren gefiel es sehr Kinder schminken zu können, tauchte sie diese doch dadurch in eine eigene Welt ein. Ida war nun dran und sie wusste genau, wie sie geschminkt werden wollte. Ein kühles, weißes Gesicht, aber nicht zu weiß. Dazu rote Lippen, von denen Blut laufen sollte. Am Hals wollte sie außerdem die Typischen Bissmahle von Vampiren. Als Maren fertig war, betrachte sich Ida etwas länger im Spiegel und nickte dann kurz. Das sollte heißen, perfekt Mama.

Kurze Zeit später klingelte es schon und einige Freunde von Ida und Bastian standen vor der Tür. Dann zogen sie los und verbreiteten Angst und Schrecken im Dorf. Viele Bonbons und andere Süßigkeiten fanden dabei den Weg in ihre Beutel. Fred ging sicherheitshalber mit, denn es konnte ja sein, dass der Geist aus der Geschichte auftauschen konnte. Die Kinder lachten nur und freuten sich darüber, dass Fred mitging, denn so brauchte sie vor größeren Kindern, die ebenfalls als Geister unterwegs waren, keine Angst zu haben.

Fred und Maren hatten sich aber mit den Nachbarn, die sehr gute Freunde waren etwas besonderes überlegt. Fred hatte schon vorher mit den Kindern zusammen tolle Kürbisse zu Kürbisgesichtern werden lassen, in denen nun Kerzen leuchteten und dem Haus ein wirklich tolles Aussehen verliehen. Außerdem hatten die beiden Männer ein Seil vom Baum gegenüber zum Fenster in der oberen Etage gespannt, welches sie nun hin und herziehen konnten.
Die Kinder wussten nichts davon. Martin, unser Nachbar und ich befestigten nun an dem Seil ein altes Laken, was wir vorher schon ein wenig bemalt hatten, so dass es wie ein echtes Gespenst aussah. Martin ging nun nach oben und wartete auf ein Zeichen von uns. Wir sollten mit der Taschenlampe kurz ins Fenster leuchten, wenn die Kinder kamen. Er wollte dann das Gespenst im Baum zum Haus fliegen lassen.

Es dauerte auch nicht lange, und die lachenden Stimmen der Kinder waren zu hören. Als die Kinder und Fred circa 20 Meter entfernt waren, gab ich Martin unauffällig das vereinbarte Zeichen. Martin zog am Seil und heulte wie ein Gespenst. Die Kinder schrieen vor Schreck auf und Bastian versteckte sich sogar hinter Fred. Selbst Ida war scheinbar der Schreck in die Glieder gefahren, da das Gespenst immer wieder mit lauten Heulen von Baum zu Haus und zurück flog.
Ida erkannte zuerst Martins Stimme und schrie laut „Onkel Martin ist das Gespenst!“. Die Kinder fingen an zu lachen und freuten sich ausgiebig, so hereingelegt worden zu sein. Das Gespenst im Baum war natürlich den ganzen Abend Gesprächsstoff. Bastian erzählte, dass er überhaupt keine Angst hatte, was ihm natürlich alle abnahmen. Die Kinder und auch die Erwachsenen ließen den Abend bei schönem Essen und Getränken ausklingen. Es gab natürlich nur Halloween gerechtes Essen, also gegrillte Finger (Würste) und Hexenbräu.
Halloween war ein voller Erfolg und die Kinder sind nun schon gespannt, was sich Fred und Martin zum nächsten Halloween einfallen lassen werden.

Autor: MyZero
Illustration: MyZero
Die Illustration kann auch kostenlos in unterschiedlichen Größen zur Verfügung gestellt werden. Bitte einfach eine Email schicken.

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